Autoreninterview – Christoph Manhardt

Autoreninterview – Christoph Manhardt

Hallihallo ihr Lieben ❤️

Ich habe dem lieben Christoph Manhardt ein paar Fragen gestellt, nachdem vor kurzem sein Debüt Roman erschienen ist. Seine Antworten findet ihr hier.


Stell dich bitte kurz vor 🙂

Hallo! Ich bin Christoph Manhardt, Autor von historischen Spannungsromanen. Mein Herz schlägt für das 19. Jahrhundert, familiäre Abgründe und die k.u.k. Epoche. Mit meinem Debütroman „Die Mitgift des Verfalls“ trete ich aktuell beim Kindle Storyteller Award an und nehme meine Leser mit in die dunklen, nebeligen Gassen der Hafenstadt Triest im Jahr 1890.

Was fasziniert dich an den fantastischen Welten?

Ich schreibe zwar keine klassische Fantasy, sondern historische Romane – aber das Triest der Belle Époque ist für sich genommen schon eine fast magische, „fantastische“ Welt. Es war der wichtigste Seehafen Österreich-Ungarns, ein absoluter Schmelztiegel der Kulturen, in dem extremer Reichtum der Kaffeebarone auf die raue, brutale Realität der Hafenarbeiter traf. Es ist eine Welt, in der eine arrangierte Ehe und eine k.u.k. Heiratskaution über Leben und Tod entscheiden konnten. In solche längst versunkenen Epochen abzutauchen, fasziniert mich jeden Tag aufs Neue.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Die Leidenschaft für Geschichten war schon immer da, aber der finale Funke war eigentlich die Ahnenforschung! Ich stieß auf alte Dokumente und Aufzeichnungen meiner eigenen Familie – speziell meiner Ur-Ur-Großmutter Antonie und ihrer Tochter Auguste. Was ich da fand, war spannender als jeder ausgedachte Thriller. Da wusste ich: Diese Geschichte muss erzählt werden.

Hast du Rituale beim Schreiben?

Ohne guten Kaffee (ganz im Sinne der Triestiner Kaffeebarone) geht bei mir absolut gar nichts. Ansonsten tauche ich am liebsten nachts in meine Manuskripte ab. Wenn es draußen ganz still ist, fällt es mir am leichtesten, die Kutschen, die Schiffe und die Dialoge im Triest von 1890 zum Leben zu erwecken.

Findet man dich auf Buchmessen? (LBM, FBM, Buchmesse Niederrhein etc…)

Aktuell konzentriere ich mich voll und ganz auf den Online-Start meines Debüts und meine Teilnahme am Amazon Kindle Storyteller Award. Die intensive Arbeit an Band 2 meiner „Steinhardt Chroniken“ bindet mich gerade sehr an den Schreibtisch. Aber für die Zukunft schließe ich Buchmessen absolut nicht aus – ich liebe den direkten Austausch mit Lesern!

Wie kam dir die Idee zu deinem Buch?

Es ist ein echtes Familiengeheimnis aus dem Triest von 1890! Ich habe die Idee nicht erfinden müssen, ich habe sie entdeckt. Auguste und Leutnant Max von Steinhardt, die Protagonisten, haben wirklich gelebt. Auch die horrenden Summen für die Heiratskaution und ihr Kennenlernen sind historisch belegt. Ich habe diese wahre, familiäre Basis genommen und sie mit den Schattenseiten der damaligen Wirtschaft, mit Waffenschmuggel und Intrigen verwoben. Wahre Menschen, erfundene Schatten.

Dein Buch soll verfilmt werden, welche Schauspieler würdest du dir für deine Protagonisten wünschen?

Das ist eine großartige Frage! Für Auguste Bramherr, die absolut keine klassische Heldin ist, sondern Bilanzen fälscht und eiskalt kalkuliert, bräuchte man jemanden, der Verletzlichkeit und absolute Härte vereint. Alicia von Rittberg wäre fantastisch. Für Leutnant Max von Steinhardt – zynisch, vom Militär gebrochen und geheimnisvoll – könnte ich mir Jannis Niewöhner extrem gut vorstellen.

Hast du Vorbilder beim Schreiben?

Ich bewundere Ken Follett für seine Fähigkeit, riesige historische Epochen durch persönliche Familienschicksale greifbar zu machen. Und Robert Harris, wenn es darum geht, politische und wirtschaftliche Intrigen unglaublich spannend aufzubauen.

Wer ist dein Lieblingsautor?

Neben den genannten Historien-Meistern lese ich auch unglaublich gerne Carlos Ruiz Zafón. Wie er Atmosphäre erschafft, ist absolut unerreicht.

Hast du vielleicht auch das ein oder andere Lieblingsbuch für uns?

„Der Schatten des Windes“ von Zafón ist für mich ein absolutes Meisterwerk. Und wenn es um pure historische Spannung geht: „Intrige“ von Robert Harris.

Wie viel Wert legst du auf das Buchcover?

Extrem viel! Das Cover meines Debüts erzählt im Grunde schon die ganze Geschichte. Es gibt drei zentrale Elemente: Die smaragdgrüne Seide steht für den schönen Schein der Belle Époque und den Reichtum des Bramherr-Palais. Der blutige Arbeitshandschuh im Schlamm symbolisiert die harte, dreckige Realität von Leutnant Max in der k.u.k. Armee. Und die Silbermünze ist der Preis – die astronomische Heiratskaution, die Auguste zahlt, um ihn als „Waffe“ freizukaufen.

Danke, dass du dir Zeit genommen hast.

Möchtest du unseren Lesern noch ein paar Worte da lassen?
Ich danke euch! Wer opulente historische Romane, zerrissene Charaktere und familiäre Abgründe mag, ist in Triest herzlich willkommen. Zur Feier des Starts gibt es das E-Book aktuell für nur 0,99 € auf Amazon. Drückt mir die Daumen für den Kindle Storyteller Award – jede Lesestimme und Rezension bedeutet mir die Welt!


Danke Christoph, dass du dir die Zeit genommen hast und alle Fragen beantwortet hast. 🙂

Liebe Grüße eure Bianca ⛅

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