Gemeinschaftsrezension – Hüter der Erinnerung

Gemeinschaftsrezension –  Hüter der Erinnerung

Der Hüter der Erinnerung mit Apfel und Blume

Gemeinschaftsrezension – Hüter der Erinnerung

Hallo ihr Lieben 🙂

Heute gibt es meine erste Gemeinschaftsrezension. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, hier einmal die Erklärung:

Ich habe mein Buch gelesen und dann an weitere nette Leserinnen geschickt. Bzw. ich hab es an eine geschickt und sie hat es weiter geschickt. Am Ende der Runde kam das Buch wieder bei mir an. Dem Buch lag ein kleines Heft bei, in dem jede Leserin ihre Meinung reinschreiben sollte.

Aus den Meinungen aller Leser, habe ich nun eine Rezension geschrieben. Besonders gut gefällt mir, dass die Meinungen so unterschiedlich sind.


 

Hüter der Erinnerung
Autor: Lois Lowry
Verlag: dtv pocket
Seitenzahl: 250

 

*Inhalt*

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko, aber auch ohne Musik, Gefühle und Farben. Sein ganzes Leben ist perfekt organisiert und verplant. Doch mit zwölf Jahren wird Jonas zum Nachfolger des >Hüters der Erinnerung< bestimmt und erfährt von ihm, welche hohen Preis sie alle für dieses Leben zu zahlen haben.

Und Jonas erkennt, dass es seine Aufgabe sein wird, sich gegen dieses unmenschliche System aufzulehnen…


*Meinung*

Friederike:

Durch den einfachen Schreibstil, ist die Geschichte einfach und schnell zu lesen. Leider fehlt mir die Spannung in der Geschichte. Für mich hat die Geschichte keinen richtigen Höhepunkt und ist daher teilweise ziemlich langatmig.

Zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass man die Geschichte schnell zu Ende bringen wollte, da alles sehr schnell und undetailliert beschrieben wurde. Das Ende war für  ich sehr unbefriedigend. Es bleiben sehr viele Fragen offen, die man sich nicht selbst beantworten kann.

Mir gefällt der Film leider besser als das Buch, und das ist sehr selten der Fall.

Man kann es lesen, aber total weiterempfehlen würde ich es jetzt nicht.


Sarah (Federdrache):

Der 12 Jährige Jonas lebt in einer farblosen, perfekt organisierten Welt, in der es weder Schmerz, Not noch Risiko gibt. Alles wird für ihn geregelt, niemand stellt das System in Frage – nicht einmal er selbst. Bis zu dem Tag an dem er seinen Beruf zugeteilt bekommen soll und er zum nächsten „Hüter der Erinnerung“ernannt wird. Von nun an bekommt er eine vollkommen andere Sichtweise auf die Gesellschaft in der er lebt, fängt an, Dinge zu hinterfragen, stellt sich zum Ende hin gegen das graue System und wagt die Flucht, um seinem Pflegebruder Gabriel das Leben zu retten.

Ohne lang um eine Stelle zu schweifen, führt uns der Autor in die graue gefühllose Welt ein, in der Jonas und seine Mitmenschen leben. Schon zu Beginn merkt man, dass sich Jonas von den anderen unterscheidet, da er inmitten der gefühllosen Welt etwas zeigt, was bei uns schier normal ist – Ängste vor der ungewissen Zukunft.

Dass er einen Beruf zugeteilt bekommt, der in seiner Gesellschaft eine Seltenheit ist, wird dem Leser denke ich auch schnell klar.

Ich konnte mich gut mit Jonas identifizieren, da er – kaum zum Lehrling des Hüters ausgewählt – wissbegierig ist und nachdenkt, bevor er handelt. Er ist bereit die die Grenzen der Sicherheit hinter sich zu lassen, als sein Pflegebruder getötet werden soll und schafft es einem System zu umgehen, ohne dabei einen Krieg auszulösen, was in den meisten Dystopien der Fall ist. Das brachte mir ihm gegenüber eine wirklich große Anzahl an Sympathiepunkten ein.

Ich habe lediglich einen Kritikpunkt, der aber gleichzeitig auch schon wieder ein Lob ist. Auf der einen Seite finde ich es unglaublich toll, dass der Autor sich dafür entschieden hat nur einen Einteiler zu schreiben, gerade weil Folgebücher oftmals mit der Zeit eher schlechter als besser werden. Dennoch hätte das Buch ruhig um die 100 Seiten mehr haben könnte, da das Ende doch schon sehr offen ist und viele Fragen zurücklässt. Aber ich denke, das wurde vom Autor beabsichtigt, damit man auch im Nachhinein noch länger über die Geschichte nachdenkt.

Mit „ Hüter der Erinnerung “ hat Lois Lowry eine tolle Dystopie geschaffen, die ganz ohne Krieg auskommt und wichtige Werte vermittelt. Zudem beweist der Autor mit dieses Buch, dass eine Dystopie nicht immer 3 Bände haben muss. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Federdrachen.


Meine Meinung:

Ich hab den Hüter bereits vor einiger Zeit gelesen. Damals habe ich das Buch innerhalb von einem Tag verschlungen und habe es geliebt. Und ich liebe es immer noch 🙂

Jonas und seine Freunde wohnen in einer grauen, gefühllosen Welt. In dieser Welt gibt es auch keine Farben. Alle sind gleich und es gibt keine Unterschiede. Mit zwölf Jahren, wird den Einwohner ein Beruf zugeteilt, den sie in ihrer Zukunft ausüben werden.  Bei der Zeremonie, in der Jonas seine Beruf zugeteilt bekommen soll, wird er einfach übersprungen. Er glaubt das es sich um einen Fehler im System handelt. Aber das System macht doch keine Fehler, nein, es hatte eine Grund.

Jonas sollte der neue Hüter der Erinnerung werden. Und das ist eine besondere Ehre. Denn dieser “ Beruf “ wird nur sehr selten und immer nur einmal vergeben.

Jonas merkt schnell, das die Welt viel mehr kann, als ihnen gezeigt wird. Das es Gefühle und Farben gibt. Er merkt, das die “ andere Welt “ viel besser ist und den Menschen ohne den Erinnerungen vieles fehlt.Jonas entscheidet sich das System zu hintergehen. Schafft er es, die Welt zu verändern ?!

Der Protagonist Jonas ist ein sehr wissbegieriger und nachdenklicher Mensch. Er nimmt nicht einfach alles so wie es kommt, Sonder möchte etwas verändern.

Die Geschichte ist wirklich bisschen kurz, der Autor hätte sicher mehr Seiten mit dieser tollen Geschichte füllen können. Das Ende, hinterlässt einige offene Fragen, was ich aber gar nicht schlimm finde. Es regt eher zum Nachdenken an und lässt den Leser noch ne Weile in der Geschichte verweilen.

Als kleine Geschichte für zwischendurch, eignet sich der Hüter ziemlich gut. Ich würde sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Von mir bekommt der Hüter der Erinnerung 4 von 5 Wölkchen. 


So unterschiedlich können die Meinungen zu einem Buch sein. Von drei Leserinnen, fand eine es eigentlich gar nicht gut und zwei fanden es ziemlich gelungen. 🙂

Ich möchte mich nochmal bei Friederike und Sarah, für ihre Teilnahme bedanken. 🙂

Es werden noch Gemeinschaftrezensionen zu Mondprinzessin und Nimmerlands Fluch folgen.

Liebe Grüße eure Bianca 

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